Nico

 

Nico kam mit einem notwendig gewordenen Kaiserschnitt um fünf Wochen zu früh auf die Welt und wurde fünf Monate gestillt. Er konnte nach längerer Krabbelphase mit 14 Monaten gehen. Hatte immer gute Laune und konnte schon früh deutlich sprechen. Durch seine Bilderbuch Entwicklung, war er gleichaltrigen in der Entwicklung voraus. Er hatte in den ersten zwei Jahren in den Wintermonaten sehr oft  Bronchitis, die mit Antibiotika und Nureflex Saft behandelt wurden. Er bekam zweimal eine Hormontherapie wegen Hodenhochstand und wurde auch deshalb dreimal operiert.  Alle diese Behandlungen vertrug er auf den ersten Moment gut.

 

Im Alter von 2,5 Jahren waren erste Veränderungen erkennbar, wie panische Angst vor Motorsägenlärm, was wir eigentlich keiner großen Bedeutung beimaßen. Er veränderte sich die nächsten Monate so schleichend, dass es keiner merkte.

Er weigerte sich auch auf das Töpfchen oder WC zu sitzen und spielte auch immer weniger.

Das etwas nicht stimmt, hatte ich schon länger vermutet, da der Stuhl fast immer äußerlich leicht weißlich war.

Kurz vor seinen 3. Geburtstag veränderte er sich vermehrt. War fast immer schlecht drauf, redete immer weniger und undeutlicher.

Als erst mich meine Schwägerin darauf aufmerksam machte, dass er beim letzten Besuch deutlicher sprach, wurde mir klar, dass ich etwas unternehmen musste. Also dachte ich an einem Gehörschaden, da wir immer das Gefühl hatten, dass er uns nicht richtig hört.

Wir machten einen Hörtest, bei dem keine Hörschäden festgestellt wurden. Diese verwiesen uns weiter nach Leoben zur neurologischen Untersuchung.

 

Der Kinderarzt Dr Rautner in LKH Leoben stellte am 25.1.2012 Autismus mit Kanner-Syndrom fest.

Bei der Untersuchung bekam er unter anderem ein Ballspiel bei dem er selbstständig spielte, dabei reagierte er nicht einmal auf lautes Schreien des Arztes. Jetzt verstand ich eigentlich wie es um ihn stand.

Nach der Diagnose wird man ohne Aussicht auf Behandlungsmöglichkeiten nach Hause geschickt.

 

Verhalten Jänner vor Beginn der Behandlung:

1. Verlust der früher benutzen Worte und Sätze

2. Kaum noch Sprache vorhanden, verschwand die nächsten Wochen vollständig 

3. Abwesend, desinteressiert und ständiges herumliegen am Boden, spielen mit der Zunge

4. Schlechte Laune

5. Zähneknirschen am Tag

6.  Reagiert auf ansprachen nicht, möglicher Hörverlust

7.  Vermeidet Kontakt zu anderen Menschen (auch Großeltern)

8.  Verlernen bereits erlernter Spiele

9.  Kein Blickkontakt

10. Lachen ohne Grund

11. Kein gemeinsames Mittagessen möglich

12. Panische Angst vor gewissen Geräuschen wie Motorsäge und Schleifmaschine

13. Ständiges herunterwerfen von Gegenständen über die Stiege

14. Abwehrreaktion bei Töpfchen und WC 

 

Nach der schockierenden Diagnose suchte ich die nächsten Tage nach Bücher und machte mit

„Biologische Behandlung bei Autismus & PDD“ von William Shaw gleich einen Volltreffer.

Das Buch stimmte mit seiner Geschichte völlig überein und ich wusste das wahrscheinlich Darmpilze und eine Gluten und/oder Kasein Unverträglichkeiten überprüft und behandelt werden musste. Die nächsten Monate las ich noch viele andere Bücher und im Internet und begann auch zu schreiben, um ja nichts zu übersehen. Dabei merkte ich erst die ganzen Zusammenhänge.

 

Bevor ich die sehr schwierige Gluten und Kaseinfreien Diät beginnen wollte, habe ich nach einer Möglichkeit gesucht Allergien auszutesten. Von Verwandten wurde mir dazu Bioresonanz empfohlen. Zwei Wochen nach der Diagnose begann die erste Behandlung. Dabei stellten sie bei der Austestung im Feber 2012 einen Pilzmix, Candida Pilz und eine Antibiotika Belastung fest. Eine Weizen, Hefe, Zuckerfreie Diät wurde verordnet.  Backwaren mit Germ (Sauerteig), Eier, Milch …  blieben erlaubt. Trotzdem wurde auf Sojamilch umgestellt.

Verboten war auch Schweinefleisch, Kakao, nur Kochkakao war erlaubt, beim Obst blieben nur Papaqa, Ananas und Mango erlaubt. Zum trinken bekam er Früchtetee (keinen Beuteltee) mit Birkenzucker. Die Diät wurde streng eingehalten. Eine Gluten/Kasein freie Diät war nicht erforderlich.

 

Einen Tag nach Diätbeginn bekam er Entzugserscheinungen, diese äußerten sich, dass er ein wenig Sprach, auf Fragen antwortete, Farben wieder benennen konnte …. im Prinzip war er wieder der „Alte“.

Dieser Zustand hielt aber nur 2 Tage an, fiel dann wieder in seinen alten Zustand zurück. Bei der zweiten Behandlung ließ ich auch Schwermetalle überprüfen, die keine Belastung hervorbrachte.

Die Behandlung dauerte 1 Stunde/Woche und nahm 2 ½ Monate in Anspruch.

Ein Haut Allergietest brachte auch keine Allergien hervor.

 

Sein Verhalten besserte sich zusehens. Auch Verwandte und Bekannte fielen die Verbesserung schnell auf.

DGM Tabletten brachten keine Verbesserungen.

Nach Behandlungsende wurde die Diät nicht mehr ganz so streng eingehalten.

 

Im März 2012 mobile Frühförderung durch die Chance B

Im April 2012 wurde ein Bluttest bei Dr. Erich Ensat in Kapfenberg durchgeführt.

Dabei kam ein Vitamin D3 Mangel zum Vorschein. Leichtes Vorhandensein von Schimmelpilzen.

Auch hatte er früher den Epstein-Barr-Virus.

Zink werte waren normal. Ich konnte damit HPU ausschließen.

 

Nahrungsergänzungsmittel und Umstellung:

D3 Tropfen

Umstellung auf Dinkel- und Roggenvollkorn

Weiterhin großteils Zuckerfrei, Verwendung von rohen Rohrzucker

Weiterhin großteils Weizenfrei

 

 Bekamen vom Arzt noch zusätzlich:

Perfect Balance (Essentielle Fettsäuren)

Klamath Alge (Gehirnnährstofflieferant)

 

Juni 2012

Bluttest auf 90 verschiedene Unverträglichkeiten (biovis Diagnostik in Limburg- Offheim)

und Stuhluntersuchung auf veränderte Darmflora durch Dr. Ensat

 

Blut-Unverträglichkeitstest

Klasse 1 bedeutet normal, Klasse 6 bedeutet – Lebensmittel löst starke Unverträglichkeit aus

Weizenmehl und Petersilie sind Klasse 2  und sollten nur 1 mal in der Woche gegessen werden

Hühnerei Klasse 4 - sollte 6 Monate aus der Ernährung gestrichen werden

Gluten und Kasein wiesen keine erhöhten IgG Werte auf

 

Stuhluntersuchung:

Darmflora zeigt verminderte Keimzahlen von Bifidobakterien und Laktobazillen an,

die für die Verwehrtung von Kohlehydrate (Weizen, Zucker) benötigt werden.

Näher wurden im Stuhl leicht erhöhte Werte von Candida albicans nachgewiesen.

Kasein und Glutenwerte waren normal.

Die Entzündungswerte ließen aber auf intakte Schleimhautverhältnisse schließen.

 

Hühnereier wurden so gut es ging aus der Ernährung gestrichen. Gelegentlich Weizen und Petersilie.

Des Weiteren bekam er Koidalles Silber gegen den Candida Pilz und das Probiotikum OMNI BIOTIC 6  für den Aufbau der Darmflora.

 

 

Juli 2012  (Verhalten 5 Monate seit Behandlungsbeginn)

1. Vermehrtes Interesse und Aufmerksamkeit, normaler Bewegungsdrang

2. Kein Zähneknirschen am Tag, kein herumliegen am Boden und kein spielen mit der Zunge

3. Kaum noch Angst vor Motorsägenlärm oder anderen Maschinenlärm

4. Verbesserter Blickkontakt

5. Keine Angst vor fremden Menschen

6. Vermehrtes Lauttieren, Sprachlosigkeit macht immer noch Probleme

7. Wieder gemeinsames Mittagessen

8. Herunterwerfen von Gegenständen nur mehr selten

9. Teilweise befolgen von Aufforderungen

10. Noch immer Abwehrreaktion bei WC und Töpfchen 

 

Die Monate sprach er einige Wörter und verschwanden nach Tagen wieder.

 

Oktober 2012 (Weitere Verbesserungen seit Juli)

1. Das Trampolinhüpfen beherrschte er perfekt (Hüpfen hilft bei der Entgiftung)

2. Keine Abwehrreaktion auf WC

3. Gelegentlich schon längeren Augenkontakt

4. Nahm Bekannte bei der Hand um etwas zu erreichen

5. Öfteres besuchen eines Freibades machte keine Probleme

6. Wusste genau was er wollte und wurde auch laut wenn er es nicht bekam,

    da die Sprache noch nicht vorhanden, war es nicht immer ganz einfach

7. Gehör keine Auffälligkeiten

8. Sehr neugierig und interessiert

 

Ab August waren wir bei Fr. Maria Ensat (www.merkabah.at) in Kapfenberg bei einer anderen Bioresonanz Therapie in Behandlung, die viel Erfahrung und Wissen mitbringt, die ihm sichtlich guttat.

 

Dadurch das sein Kopf die letzten Monate immer freier wurde, war er sehr aktiv und auch sehr schnell, durchsuchte Haus-, Stallgebäude und Hofgelände nach neuen Entdeckungsmöglichkeiten, was ihm auch um Verhängnis wurde.

Er fand eine Schwachstelle bei der Absicherung der Güllegrube und verunglückte tödlich. Wir alle waren über den Vorfall sehr geschockt.

 

Danke an alle Rettungskräfte und Einsatzorganisationen sowie  für die angebotene Hilfe von Verwandten und Bekannten.

 

Die Homepage ist meinem verstorbenen Sohn Nico gewidmet.

 

 

 Zusammengefasst: Seine Darmflora entwickelte sich durch den Kaiserschnitt von Anfang an verzögert. Durch eine unnötige Hormon-Therapie und von allem durch nur insgesamt zweimaligen Antibiotika Gabe innerhalb zwei Jahren entwickelte sich eine Hefepilzübersiedelung. Die Operationen und Impfungen schwächten sein Imunsystem zusätzlich.  Durch die Darmpilze wurde Gluten im Darm nicht mehr richtig aufgespalten und gelangten über die Blutbahn ins Gehirn und blockierten dort einige Bereiche. Dies äußerte sich in Kanner-Autismus. Ein vollständige Abbau von Gluten im Gehirn hätte sicher noch einige Monate  gebraucht.

 

Ich war von  der völligen Genesung immer überzeugt.